So, die Frist ist vorrüber, ich werde nach und nach die Seite wieder aktualisieren und euch so viel wie möglich über Peking erzählen!
FOTOS! Alles rot unterlegte anklicken und sofort Fotos schauen! FOTOS!
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Hier noch ein paar olympische Impressionen (Fotos>>)!
Der 29.08. war das nächste große Highlight: Mein Empfang in Uhlbach! Das war wirklich der Hammer und ich hab mich rießig über die vielen, netten Leute gefreut, die exra für mich gekommen sind;) Danke nochmals an alle fleißigen Helfer und Organisatoren - das habt ihr wirklich super hinbekommen!!!!
Und das allergrößte: Ich habe einen Fallschirm-Tandemsprung ( Fotos>>) mit Klaus Renz (Weltmeister) aus 4000m Höhe aus einem Flugzeug geschenkt bekommen! Das war unbeschreiblich! Und ich bin dann auch gleich am Sonntag danach in Schweighofen gesprungen. 45 Sekunden freier Fall mit ca. 250km/h - das sagt eigentlich schon alles ;)
Danke, Uhlbach! Danke, Klaus Renz!
Am 25.08. ging unser Rückflug in die Heimat. Nach "etwas" Gepäckstau in Peking und die damit verbunden Verzögerung des Starts von ca. drei Stunden, kam ich mit etlicher Verspätung endlich zuhause an. Leider nicht wie geplant in Saarbrücken, sondern in Stuttgart. Meine Mum hat sich aber sehr darüber gefreut und ich konnte noch eine Nacht in meiner Heimat verbringen, bevor es am nächsten Tag mit dem Zug nach Saarbrücken ging.
In Saarbrücken fand am Dienstag, den 26.08. ein Empfang für die Saarländischen Olympioniken statt, welcher mit einem super Essen in der Sportler Mensa abgerundet wurde.
Das Ende der Olympischen Spiele fand wieder im "Vogelnest", dem National Stadium (Fotos>>), statt: Die Abschlussfeier! (24.08.08). Diese war genau so spektakulär wie die Eröffnungsfeier, nur das wir dieses Mal nicht so lange vorher warten mussten und dass wir Sportler schneller hintereinander einmaschiert sind! Aber von der Stimmung her war es genau so schön wie der Beginn!!
Nach diesem, unserem persönlichen, olympischen (sportlichen) Ende, hatten wir trotzdem noch die Möglichkeit, bis zur Abschlussfeier der Spiele im Olympischen Dorf wohnen zu bleiben und uns so viel wie möglich noch auszuschauen.
Natürlich haben wir das volle "Touri-Kultur-Programm" durchgezogen, mit Chinesischer Mauer, Platz des Himmlischen Friedens, Verbotene Stadt, Himmelspalast,... usw. Aber auch das volle sportliche Programm, waren jeden Tag bei einem anderen Highlight in sämtlichen Stadien, die es gab! Das war wirklich der Hammer!
Und natürlich hatte ich die Möglichkeit, viel mit meiner eigens angereisten persönlichen Fantruppe aus Uhlbach und Umgebung (--> "Mit Nina nach China!") zu unternehmen! Hierfür nochmals ein großes dankeschön, fand das mega spitze, dass ihr extra für mich ( :) ) nach Peking gereist seid!!
Nach diesem Vorlauf waren wir natürlich etwas gefrustet und haben uns für den alles entscheidenden Hoffnungslauf am 13.8. alles vorgenommen, wollten unbedingt ins olympische Finale einziehen! Aber wie ihr wisst, waren die anderen vier Boote (CAN, NED, GBR und AUS) an diesem Tag einfach besser und wir haben den Einzug leider nicht geschafft. Sind die ganze Zeit gut mitgefahren bzw. waren bis ca. 1700m auf einem Finaleinzugsplatz, aber am Ende hatten die Australierinnen einfach einen besseren Endspurt und haben sich den Finalplatz noch geholt.
Im ersten Moment war das für uns erst einmal ein Weltuntergang, denn wir haben unser selbstgestecktes Ziel nicht erreichen können. Aber mit ein bisschen Abstand kann ich sagen, dass es natürlich eine große Enttäuschung war, aber dass die Anderen an diesem Tag einfach besser waren als wir! Bei den Olympischen Spielen gelten einfach andere Gesetze....
Das erste olympische Rennen im Frauenachter, der Vorlauf, hätte eigentlich am 10.08. stattfinden sollen. Aber:
Wir waren mit unserem Achter schon ca. 45min auf dem Wasser und haben uns auf unser Rennen vorbereitet, der Starter hat uns auch schon aufgerufen und wir waren gerade auf dem Weg zu unserer Startbahn. Es wären noch fünf Minuten bis zu unserem Start gewesen. Aber der Starter hat das Rennen nicht gestartet, sondern meinte nur: "Ladies, today is no race, because a thunderstorm is coming!" - kein Rennen??? Wir konnten es nicht fassen, aber es war wahr. Also sind alle vier Frauenachter aus unserem Vorlauf nebeneinander die Bahn zum Ziel hochgedümpelt und haben angelegt.
Abends um 23Uhr haben wir dann erfahren, dass unser Rennen auf den nächsten Tag, also den Montag, verschoben wurde.
Dieser Vorlauf ist bei uns eher weniger optimal gelaufen, sind in diesem Rennen vierter geworden. Nur der erste hat sich direkt für das Finale qualifiziert, die Anderen mussten über den Hoffnungslauf am Mittwoch (13.8.).
Am 08.08.2008 fand das erste Highlight statt: Die Eröffnungsfeier! (Fotos>>>) Da die Wettkämpfe im Achter erst am 10.8. begonnen haben, hat uns unser Trainer erlaubt, zur Eröffnungsfeier ins National Stadium (Vogelnest) mit einzumaschieren. Vor der eigentlichen Eröffnung wurden alle Sportler vom Olympischen Dorf in das dem Stadion nahe gelegenen National Indoor Stadium (z.B. für die Turnwettkämpfe) gefahren, in dem wir nach Nationen geordnet auf unseren großen Einsatz gewartet haben. Deutschland ist erst als 199. Nation dran gekommen. Nach ca. drei Stunden warten kamen wir endlich dran und durften uns auf den Weg ins Stadion machen, das Luftlinie ca. 500m weit weg war. Für diese Strecke haben wir sagenhafte 70min gebraucht!!
Die letzten Meter waren Gänsehaut feeling! Man hat schon von einiger Entfernung "die Öffnung" ins Stadion gesehen und den Lärm gehört, das war unglaublich! Die Stimmung, der Lärm, das Blitzlichtgewitter als wir dann endlich rein durften: unbeschreiblich! Die ersten Meter habe ich nur gestaunt und um mich geblickt, habe sogar fürs erste Vergessen, Fotos zu machen!
Also wie gesagt: das ganze Ereignis war wirklich unbeschreiblich schön und eine tolle Erfahrung!
Die Ruderstrecke (Fotos>>) war außerhalb Pekings und man musste jeden Tag ca. 50min mit einem Reisebus dorthin fahren. Vor dem Dorf war eine Art rießiger Busbahnhof, an dem zu bestimmten Zeiten zu allen Stadien und Wettkampfstätten jeweils mehrere Busse fuhren. Zur Ruderstrecke wurden wir jedes Mal von einem Polizeiauto eskortiert, das mit Blaulicht vor dem Bus auf der Olympic Lane gefahren ist. Die Olympic Lane war die linke Spur der Autobahn, auf der nur Busse und Autos von den Olympischen Spielen fahren durften bzw. Autos, die Sportler, Trainer, Offizielle usw. zu den Sportstätten gefahren haben.
Die Ruderstrecke ist künstlich angelegt und liegt im Shunyi Rowing and Canoeing Park. Die Strecke sieht quasi aus wie ein überdimensioniertes Schwimmbad! Ein bisschen über 2000m lang mit einer ca. 450m langen Tribüne. Neben der eigentlichen Wettkampfstrecke wurde noch ein Ein-und Ausfahrkanal gebaut, dass die Boote, die im Moment kein Rennen haben und sich warm fahren, die Wettkämpfe nicht stören.
In der ersten Woche sind wir am Tag einmal "rausgefahren" aber haben zweimal trainiert. (Die Fahrt war einfach zu lange). Wir hatten dort die Möglichkeit, zu Mittag zu essen und in kleinen Zimmern uns bis zur nächsten Rudereinheit auszuruhen.
Die erste Woche haben wir uns viel im Olympischen Dorf (Fotos>>) umgesehen, haben alles erkundet und die vielen, neuen Eindrücke versucht zu verdauen! Das Dorf war wunderschön angelegt, jede Nation hatte je nach Größe mehrere Häuser zur Verfügung (die Deutsche Mannschaft hatte fünf Häuser). Das rießige Areal war wunderschön grün angelegt, überall Bäume und Blumen, ein kleines "Bächlein" und viele Möglichkeiten, sich auszuruhen.
Die Mensa war eine Art "großes Zelt", in dem es alles gab, was das Herz begehren könnte:) Kulinarisch konnte man jeden Tag mehrere Richtungen essen (Mediterran, Asiatisch und Internationale Küche), die "Theke" allein war schon ca. 500m lang! Auch McDonalds und McCafé war mit einer Filiale vertreten.
Die große Reise über den Teich hat am 30.7.08 am Frankfurter Flughafen begonnen. Fast die komplette Ruder-Olympiamannschaft ist zusammen mit einer Maschine geflogen. Auch die Fußball Frauen waren mit uns am Bord. Nach ca. neun Stunden Flug sind wir endlich in Peking am Flughafen gelandet und wurden mit Reisebussen ins Olympische Dorf gefahren. (ca. 45min). Nach einem ausgiebigen Sicherheitscheck durften wir nach einem endlos langen Tag endlich das Dorf von innen sehen bzw. unsere Domizile für die nächsten drei Wochen.
Alles begann mit der Einkleidung der Olympia-Mannschaft am 26.07. in Mainz (Fotos>>). Dort bekamen wir innerhalb drei Stunden unsere komplette Einkleidung, die wir direkt vor Ort anprobiert haben und sofort in unsere Taschen gesteckt haben! Das wirklich ein super Gefühl;)